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Die Gestaltung mit Komplementärfarben bringt Plastizität und Dynamik in die Bilder. Dadurch entsteht eine Spannung, der sich der Betrachter nur schwer zu entziehen vermag. Als Vorbilder in stilistischer Hinsicht können für ihn allenfalls die Düsseldorfer Maler Andreas und Oswald Achenbach gelten. Das Kunstwerk fordert zum Dialog heraus. Es entsteht eine Wechselwirkung zwischen Bild und Betrachter, es kommt zu einem lebendigen Dialog. Diese Wechselwirkung erlebt Norbert Müller auch selbst während des Schaffensprozesses und über diesen Dialog definiert er auch seine Kunstauffassung. Norbert Müller wurde am 11. Februar 1939 in Berlin geboren. Nach Holzminden kam er, als eine Weltfirma, bei der sein Vater beschäftigt war, nach dem Krieg ihren Sitz von Berlin in die Weserstadt verlegte. Hier besuchte Norbert Müller das Gymnasium, in dem er den Anstoß erhielt, selbst schöpferisch tätig zu werden. Nach der Schulzeit lernte er Industriekaufmann, später ging er im Landkreis und in der Stadt Holzminden in den Vertriebsbereich. In den Jahren der beruflichen Anspannung ruhte die künstlerische Tätigkeit weitgehend, als er in den Ruhestand ging, nahm er sie wieder auf. Auf zahlreichen Ausstellungen im Weserbergland und auch außerhalb der Region sind seine Bilder seitdem zu sehen., und bei jeder Ausstellung sind neue Werke dabei. Eine faszinierende Besonderheit bei Norbert Müller sind Bilder, die sich im Vorbeigehen verändern. Norbert Müller lebt heute zusammen mit seiner Frau Gabriele in Rühle. Oft stellen beide gemeinsam aus, Gabriele Müller schafft die seltenen Form der Keramikbilder.
Diesen Text hat Hans-Jürgen Höna von dem Magazin Weg & Fähre verfasst.
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